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Wissen als Ware – Bayern studieren virtuell

Das kann passieren, muss es aber nicht. Die Hochschule wird, sofern sie eine staatliche ist, genau das tun, was politisch von ihr erwartet und ihr rechtlich vorgegeben ist. Wenn diese Vorgaben “Vermarkten” lautet, dann wird eben das passieren. Lautet sie “Kostenlos zur Verfügung stellen”, dann wird sie – die nötige Zuweisung finanzieller Mittel vorausgesetzt – genau das tun. Ich stimme Dir zu. Schauen wir einmal nach, was dort steht, dann sieht das Szenario in etwa so aus:
- Freier Zugang fuer immatrikulierte Studenten des Freistaates
- Kostenpflichter Zugang fuer alle anderen
Aber lesen wir selbst:
in ‘Hochschulentwicklung und neue Medien, ESSENTIALS DER PLANUNG DER ‘VIRTUELLEN HOCHSCHULE BAYERN’ von Ministerialdirigent Jürgen Großkreutz Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst “[...]
- Marktorientiertes Finanzsystem
- nicht-gewinnorientiertes Verbundinstitut, aber
- unternehmerische Methoden und Denken
- Geschäftsführung: Zusammenhang zwischen Leistung und Mittelvergabe
- ‘Schools’: Verantwortung für Budget und Markterfolg

und in http://www.vhb-hof.de/Oeffentlich/allg_page.html
“Angebote für Bayern, für Deutschland, weltweit:
Durch das Zusammenwirken in der ‘vhb’ werden Bayerns Hochschulen die Basis bekommen, mit den Hochschulen der anderen deutschen Länder abgestimmt zusammenzuarbeiten. Mit dieser Bündelung der Kräfte wird unser Bildungssystem eine zusätzliche Chance bekommen, um sich im beginnenden weltweiten Wettbewerb behaupten zu können. Künftig werden internationale virtuelle Lehrangebote auch bei uns zugänglich sein, es wird eine Konkurrenzsituation entstehen. Zunaechst einmal ist das Angebot auf immatrikulierte Studenten einer bayrischen Hochschule beschraenkt:
http://www.vhb-hof.de/Studierende/Login/Login_FrameSet.html
Die Zugangsbedingungen erfaehrt man unter
http://www.vhb.org/zugang.htm,
wo es unter anderem heisst:
“Neben einem Katalog der Angebote und ausführlichen Beschreibungen findet man aktuelle Angaben zu den Zugangsbedingungen einschließlich der Angaben zu den Kosten bei kostenpflichtigen Angeboten. [...] Sobald die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wird der Zugang über eine persönliche Chip-Karte ermöglicht, die größtmöglichen Schutz gegen Mißbrauch bietet. Die Einführung wird mit der allgemeinen Einführung Multifunktionaler Chip-Karten an den bayerischen Hochschulen abgestimmt. [...] Die Nutzung der “Virtuellen Hochschule Bayern” steht allen ordentlichen Studierenden bayerischer Hochschulen offen. Andere Interessierte können das Bildungsangebot über die ‘vhb’ beziehen.”
Schaut man sich einmal im Katalog nach Kursinhalten um, so sieht man, dass diese i.d.R. nicht oeffentlich zugaenglich, da passwortgeschuetzt sind. Die Richtung laeuft m.E. schon recht klar in Richtung Vermarktung der Inhalte unter Wettbewerbsbedingungen hinaus.

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